Herbstlauf auf dem Habichtswaldsteig

Laufen. Walking. In Kassel.

Herbstlauf auf dem Habichtswaldsteig

19 November 2020 Berichte 0

Da wir dieses Jahr, wegen der Corona Pandemie, mit dem Lauftreff keine Abschlussfahrt machen konnten, haben wir uns überlegt, über drei Tage zu laufen. Damit es auch für die Nichtläufer eine Möglichkeit zum Mitmachen gab, wurde für den Samstag auch eine Wanderung angeboten. Termin sollte das Wochenende vom 30. Okt. bis 1. Nov. 2020 sein. Größere Gruppen, gemeinsame Einkehr am Abend, das war bei der Entwicklung der Corona-Zahlen nicht mehr möglich. Laufen und Wandern in Kleingruppen schon. An der Wanderung nahmen sechs TGWler teil (siehe dazu den Bericht von Klaus im 1. Corona-Newsletter). Hier nun mein Bericht zum Drei-Tage-Lauf. 

1. Tag: Unteres Firnsbachtal nach Sand, 17 km

Um 14:00 Uhr trafen wir (Jens, Frank, Norbert u Angela) uns auf der Buchenau. Wir fuhren erstmal gemeinsam ins untere Firnsbachtal zum Start. Angela übernahm die Verpflegung. 14:30 Uhr liefen wir bei bestem Laufwetter los in Richtung Hof. Zuerst liefen wir am Waldrand parallel zur Autobahn entlang. Nach 2 km bog unsere Route ab, unter der Autobahn hindurch nach Hof. Im Zickzack ging es durch den Ort hinauf auf den Burgberg. Abwärts mussten wir auf den mit nassem Laub bedeckten Holztreppen sehr aufpassen, um nicht auszurutschen. Noch eine kurze Strecke entlang am Bahnhof, da wartete Angela nach 5 km an unserem ersten VP auf uns.

Nach einer kurzen Stärkung führte uns der Habichtswaldsteig am Waldrand entlang zum Ortsrand von Breitenbach und weiter längs des Langenbergs. Bei 10 km stand wieder Angela mit unserer Verpflegung.

Frisch gestärkt liefen wir weiter über Feld- und Waldwege sowie einige Trails bis zur Burgruine Falkenstein. Ein paar km weiter umrundeten wir die Burganlage der vorgeschichtlichen Altenburg. Weiter liefen wir durch Wald und Flur bis zu unserem Etappenziel kurz vor Sand, welches wir nach 17 km, 400 Hm und 2 Std. erreichten.

2. Tag: Sand nach Café Hasenacker, Naumburg, 20 km

Heute machten wir uns zu siebt (Helga, Birgit, Udo, Volker, Jan, Torsten und Norbert) auf den Weg. Stefan und Burkhard waren das Verpflegungsteam. Um 14:00 Uhr trafen wir uns kurz vor Sand. Die ersten 2 km liefen wir auf Feld- und Wiesenwegen. Durch den Wald umrundeten wir 1,5 km den Erzeberg und kamen am Bahndamm des Hessenkuriers heraus. Bei km 4 standen Stefan und Burkhard mit der Verpflegung. 

Nun liefen wir wieder über Feld- und Wiesenwege Richtung Naumburg. Nach 3 km kreuzten wir die Bahngleise und flitzten auf einem Forstweg weiter. Immer wieder genossen wir bei wieder tollem Wetter, die Ausblicke über die nordhessischen Höhen, in ihren herbstlichen Farben. Irgendwie hatten wir einen Abzweig übersehen. Helga, die diese Tour im Sommer gewandert war, sagte, dass wir nicht mehr richtig sind. Volker, der etwas vorgelaufen war, um sich zu informieren, bestätigte es. Er konnte Waldarbeiter nach dem Weg fragen und brachte uns wieder auf die richtige Route. Wir überquerten abermals die Gleise und hatten nach nun 11 km unseren nächsten VP, die Himmelsschaukel, erreicht. 

Nach einer kurzen Erholung führte uns der Weg durch Elbe-Bach-Tal in Richtung Weidelsburg. An ihrem Wanderparkplatzt erwartete uns bei km 15 wieder unser Verpflegungsteam. 

Die letzten 5 km liefen wir vorwiegend bergab durch Wald und Wiesen. Nach insgesamt 20 km, 350 Hm und 2,5 Std. erreichten wir unser Ziel, das Café Hasenacker. Eigentlich hatten wir eine Einkehr geplant, doch wegen Corona musste sie entfallen.

3. Tag: Café Hasenacker nach Waldeck, 20 km

Jens, Frank, Norbert und Angela trafen sich um 12:30 Uhr auf der Buchenau, um zum Startpunkt, Café Hasenacker, zu fahren. Heute übernahm Angela wieder die Verpflegung. Um 13:00 Uhr begannen wir unsere heutige Tour. Eigentlich waren nur 15,5 km geplant. Die Karte hat Norberts Planung aber nicht den winkeligen Kurs um Naumburg gezeigt. So wurden es 4,5 km mehr. Wir liefen die winkeligen Tour, die auch mit vielen Aufs und Abs nicht geizte, um Naumburg herum. Bei km 5 standen zu unserer Überraschung Ulla und Lothar zur Unterstützung. Von da an ging es über Waldwege und -pfade in Richtung erstem VP. Da diese Strecke länger war als geplant, machte sich Angela langsam Gedanken, wo wir blieben. Nach 13 km erreichten wir den VP und konnten uns mit Getränken, Müsliriegeln und Bananen stärken. Auch Ulla und Lothar trafen ein. 

Da es leicht angefangen hatte zu nieseln und wir nicht auskühlen wollten, machten wir uns gleich weiter auf unsere Tour über einen Wiesenweg vorbei an ein paar Schafen zur nächsten Anhöhe. Hier blies uns ein frischer Wind um die Ohren. Nun führte unser Lauf durch den nächsten Wald bergab ins Tal. Bei der letzten Landstraßen-Querung, km 18,5, erwarteten uns noch mal Ulla und Lothar. Sie hatten warmen Tee, Butterbrot und Ahle Wurscht im Angebot.

Die letzten 1,5 km rauf nach Waldeck fielen mir am Ende des dritten Tages nicht gerade leicht. Im Ziel wurden wir herzlich von Angela, Ulla und Lothar empfangen. Auch diese Etappe hatte es in sich. Mit 20 km, 440 Hm und einer Laufzeit von 2:15 Std. war diese recht anspruchsvoll.

Fazit von Norbert:

Es war ein sehr schönes Laufwochenende. Das Wetter hat gut mitgespielt und die Temperaturen waren ideal zum Laufen. Alle drei Strecken waren anspruchsvoll und ich fand es toll, dass mich auch andere LT-Mitglieder bei dieser Tour begleitet haben. Gemeinsam macht es noch mehr Spaß. In den drei Tagen bin ich 57 km, 1065 Hm und 6:45 Std. gelaufen. Die harten Anstiege am letzten Tag fielen mir zwar etwas schwer, aber ich hatte am nächsten Tag keine Probleme, nur etwas schwere Beine.