Die Stationen der Abschlussfahrt des Lauftreffs

Laufen. Walking. In Kassel.

Die Stationen der Abschlussfahrt des Lauftreffs

22 November 2019 Berichte 0

Ulla führte die Mitglieder des Lauftreffs diesmal in das Land des Hochstifts Münster, wo vor allem der finstere Katholizismus regiert, allerdings in seiner neu aufgebauten und flexibleren Version.

Zu den Stationen der Reise gehörte selbstverständlich die Stadt Münster mit einer Stadtführung am Sonntag, von der nur 7% des Gesagten laut Statistik in der Erinnerung bleiben sollen. Dabei sind Karl der Große und Bischof Liudger, meimeln und Masematte, der Fluss Aa, die St. Lamberti-Kirche, der Dom, die Türmerin, das Fürstbischöfliche Schloss und die zeitgenössische Kunst kaum zu vergessen, weil alles nett arrangiert ist, lieblich vor sich hinlebt und zwischen Glockengetön, Fernsehserien und häufigem Nieselregen unangegriffen bleibt. Die wilden historischen Zeiten der Stadt liegen schon einige Jahre zurück, nämlich als die Wiedertäufer ca. 1530 oder die Delegationen zum Friedensschluss 1648 oder noch später im 19. Jahrhundert die Preußen das Leben veränderten. Heute leidet Münster gemäß den Nachrichten eher unter starken Regenfällen.

Eine andere Station bildete ein Gasthaus unweit der Jugendherberge bei Haltern am See. Die Jugendherberge liegt direkt am Haltener Stausee und so lädt sie ein zu Spaziergängen oder Frühmorgensläufen, die von den ganz hart gesottenen Sportlern in kurzer Kleidung bei -1 absolviert werden, während alle vernünftigen Leute ein paar Bäume absägen und sich in die Kissen kuscheln. Besagtes Gasthaus aber bot Fleisch in allen Variationen an, das in guter Qualität gern genossen wurde. Und da man sich ohnehin zum Hochzeitsbankett im großen Saal verabredet hatte, der Blumenschmuck deshalb entsprechend üppig ausfiel und alle gut gelaunt waren, als Ulla, Lothar und Wolfgang sich das Ja- Wort gaben, konnte der Tag als ein gelungener sowie das Essen als wohlverdient betrachtet werden.

Denn die Station davor hatte den Steverlauf beinhaltet. Dieser Lauf als Walking-, 5km- bzw. 10km- Strecke führte durch lauschige Herbstalleen, windige Verbindungsstücke zum Kanal und am Kanal entlang. Der Weg zeigte vernachlässigbare Höhenunterschiede und alle Mitlaufenden waren nicht nur motiviert, sondern auch schnell. Urkunden gab es zuhauf, sodass Anstrengung und Belohnung nah beieinanderlagen.

Am Sonntag auf dem Rückweg nach Kassel hielt der Lauftreff noch im Paderborner Land auf der Wewelsburg, um dort den Ausflug mit Kaffee und Kuchen zu beschließen. Wäre mehr Zeit gewesen, hätte man gut fünf bis sechs Stunden vor Ort bleiben können, um sowohl das Kreismuseum als auch die Dokumentation zum Nationalsozialismus und der Schutzstaffel anzuschauen. Wir hatten diese Zeit aber nicht und somit fuhr Wolfgang uns zur Buchenau nach Kassel zurück.

Zwei wichtige Stationen der Reise dürfen nicht unterschlagen werden, zeigten sich diese doch als geradezu überlebenswichtig. Gemeint sind die Verpflegungspunkte am Bus mit Tapeziertisch und allerlei Spezereien. Wie im Märchen wurde aufgetafelt, fröhlich geschwatzt und gegessen.

Aber dieses Phänomen war während der Abschlussfahrt durchgängig zu beobachten, sodass die Reise wohl allen Mitfahrenden zu gefallen schien.

Zum Schluss noch ein paar Fotos, wobei nicht der Anspruch erhoben wird, sie in chronologischer Reihenfolge zu zeigen: