Bilstein-Ersatz-Lauf

Laufen. Walking. In Kassel.

Bilstein-Ersatz-Lauf

10 Mai 2020 Berichte 0

Laufen in Corona-Zeiten.

Eigentlich wollte am 2. Mai eine größere Laufgruppe der TGW am Bilstein-Marathon im Kaufunger Wald teilnehmen. Da wegen der Corona-Pandemie alle Großveranstaltungen abgesagt wurden, kam Frank auf die Idee, einen Lauf der anderen Art zu organisieren. Es durften maximal zwei, nicht zusammen wohnende Personen gemeinsam laufen. Eva schlug vor, dass sich alle bei einer Kreuzung in einem bestimmten Zeitraum treffen könnten, und so wurde es gemacht.

Jeder konnte so seinen eigenen BiMa-Lauf im Habichtswald ablaufen. Wir verabredeten, dass jeder eine willkürliche Strecke und beliebig lange laufen konnte, natürlich nach Corona-Kontaktregeln nur zu zweit oder allein. Zwischen 9:30 Uhr und 10:00 Uhr sollten alle, die teilnehmen wollten, ca. 500 m vor dem Bismarkturm an einer markanten sternförmigen Kreuzung vorbeilaufen. Nicht weit von dieser Kreuzung entfernt gibt es die Bilsteinklippen im Habichtswald. So konnte ein Bezug zum eigentlichen Marathon hergestellt werden. Es kam die Idee auf, auch einen provisorischen Verpflegungspunkt einzurichten. Gabi, Lothar und Aaron verteilten dort Tee, Wasser und Schokoküsse wie beim BiMa. Unterwegs sollten die Läufer, wer wollte, ein paar Fotos machen, die wir hier zum Teil zusammentragen.

Norbert fuhr gegen 9:00 Uhr bei schönem Laufwetter von zu Hause weg zum Parkplatz am Westfriedhof. Laufen wollte er nur eine kleine Runde, da er sich auch für Sonntag zum Laufen verabredet hatte. Um 9:16 Uhr startete er und lief Richtung Feuerwehrschule, entlang der Dönche zur Zeche Marie. Hier unterhielt er sich kurz mit Jörg. Von dort lief er weiter zum verabredeten Kreuzungspunkt, an dem Gabi, Aaron und Lothar eine kleine Stärkung anboten. Bei seiner Ankunft stand hier auch Jan. Während seinem kurzen Aufenthalt, natürlich coronaregelkonform, kamen Christian, Silke, Janine, Marc und Silvia mit Begleitung vorbei, um sich auch kurz zu stärken.

Norbert lief dann weiter zu den Bilsteinklippen, Richtung Fritz-Catta-Eck. Hier fing es leicht an zu regnen, was aber einem richtigen Läufer nicht viel ausmacht. Auf dem Goßmann-Weg traf er Eva und Katja. Ein kurzes Stück liefen sie zusammen und konnten ein paar Worte wechseln. Anschließend ging es für ihn weiter zur Straßenbahnendhaltestelle entlang der Konrad-Adenauer-Straße zurück zum Parkplatz.

Dieser Lauf hat natürlich nicht den Bilstein-Marathon ersetzt. In Corona-Zeiten wird uns viel abverlangt, vor allem was das gesellschaftliche Zusammensein betrifft. So konnten wir, jeder für sich, aber doch alle gemeinsam, unserem Hobby nachlaufen. Da wir nicht mehr in Wehlheiden wohnen, war es für Norbert sehr schön, auf seinen insgesamt 11 km, mal wieder einige aus seiner Laufgruppe zu sehen. (Bericht: Angela und Norbert)

Bis zum Bismarck-Turm

Nachdem uns ein Jahr lang vom Bilstein-Lauf vorgeschwärmt wurde, war die Enttäuschung, neben vielen weiteren Ausfällen, natürlich dementsprechend groß. Als dann die Nachricht vom Ersatzlauf kam, hielt ich das erstmal für eine gute Idee (Dank an Frank und Eva). Da meine Lieblingslaufpartnerin Bettina aufgrund von Fußproblemen zurückzog, fiel mir dann ein Tag vorher auf, dass ich alleine laufen muss oder noch schnell eine Partnerin/einen Partner finden – da kam die Rettung, eine Nachricht von Isabel in der Gruppe. Ich wusste zwar erstmal nicht, wer Isabel ist, aber egal. Wir nahmen per WhatsApp Kontakt auf, wussten aber beide keine gute Strecke bis hin zum Bismarckturm. Zwar wusste ich, dass wir durch die Dönche laufen könnten, war aber dank meiner schlechten Orientierung unsicher, ob ich das finden würde. Isabel ging es ähnlich. Aber es gibt dafür ja Hilfen und so schickte sie mit über eine App die Laufstrecke von sich aus bis zum Bismarckturm, 10,6 km. Um halb neun wollten wir dann los, sicher, es in eineinhalb Stunden zu schaffen. Dann fiel uns auf, dass die Strecke für hin und zurück galt, super, länger schlafen, Treffen erst um 9! Pünktlich um 9 stand ich dann vor Isabels Haus, wir haben uns beide sofort erkannt (gab dort ja auch niemand anderen mit Laufklamotten an diesem Morgen) und los ging´s, gleich hinein in die Dönche, mit App. Die ersten zwei Km liefen super, wir konnten den Turm von Weitem sehen und wussten deshalb (eigentlich), dass wir auf dem richtigen Weg waren. Dann seltsame Mitteilungen durchs Handy: Wir seien weg von der Strecke, müssten zurück etc. Wir dachten, vielleicht hätten wir einen Weg verpasst, liefen vorher schon gefühlt querfeldein und ließen uns deshalb also erstmal auf die Rückführung ein, bis es immer unwahrscheinlicher wurde, dass wir so jemals wieder auf den richtigen Weg kommen würden, um schließlich wieder beim Ausgangspunkt anzukommen.

Wir beschlossen deshalb, lieber Straße zu laufen, und kamen dann tatsächlich am Parkplatz Blütenweg an, dort trafen wir Heiko und Jens, die uns, nachdem wir von unserem Lauf erzählten, lieber noch das letzte Stück zum Bismarckturm erklärten, es war schon 10.15 Uhr, aber anscheinend wartete dort noch jemand, wir waren gespannt … Und tatsächlich, an der Kreuzung waren Gabi, Aaron und Lothar gerade dabei, alles zusammenzupacken, als sie uns, das Erstaunen in ihren Gesichtern war groß, uns zu ihnen hochlaufen sahen. Schnell noch Fotos, Tee und es gab doch tatsächlich Schokoküsse beim Bilsteinlauf am höchsten Punkt, so wurde es uns zumindest berichtet. Wir hatten es also noch geschafft, danke, dass ihr es so lange ausgehalten habt Lothar, Aaron und Gabi (!), und gar nicht schlimm, dass die Musik nicht mehr spielte. Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen, aber wir wollten unbedingt noch zum Turm, auch um ein Selfie zu machen. Stolz genossen wir dann den Ausblick und liefen zurück. Durch die Dönche? Schließlich hatten Heiko und Jens uns den Weg noch mal ausführlich erklärt, aber bei dem Regen bevorzugten wir dann doch wieder die Straße und liefen schließlich insgesamt 16,5 km. Iris

Von der Dönche zum Bismarck-Turm

Leider wurde der Bilstein Marathon für den 2. Mai schon rechtzeitig abgesagt. Was uns aber nicht daran hinderte, dass wir fleißig Bergtraining absolvierten, sodass wir gut vorbereitet waren. Katja und ich starteten von mir zu Hause (auf der Dönche) und sammelten Achim, Klaus und Udo am Westfriedhof ein, mit Begleitung von Burkhard per Fahrrad. Natürlich achteten wir darauf, einen guten Sicherheitsabstand zu halten. Um unser Team zu vervollständigen, starteten Dorene und Sylvia von der Dachsbersgtraße, um zum Bismarck-Turm zu walken.

Durch die Döche hoch zur Dachsberstraße, Konrad-Adenauer-Straße ging es schon gut bergauf. Über den Zeche-Marie-Weg kamen wir zu unserem Treffpunkt „Kreuzung Bismarck-Turm“, wo wir sehr freundlich von bekannten Gesichtern mit Blasmusik, Schokoküssen und Getränken begrüßt wurden. Alles natürlich mit gutem Abstand zueinander. Es war sehr schön, alle mal wieder zu sehen. Ein bisschen fühlte es sich an wie am Bilstein-Turm. Für uns sechs ging es dann weiter zur „Kaffeemühle“, Teufelsmauer und um den Hirzstein herum zurück. Unterhalb des Bismarckturmes führte uns der Lauf wieder auf die Dönche. Glücklich und zufrieden kamen wir nach 16,5 km an unserem Ausgangspunkt auf der Dönche wieder an.

Trotz Wind und Regen waren alle von dieser Veranstaltung begeistert und wir hoffen im nächsten Jahr mit einem großen Team der TG Wehlheiden am Originallauf teilzunehmen. Wir bedanken uns nochmal für die tolle Organisation für den würdigen Ersatz des Bilsteinlaufes. Dorene, Sylvia, Katja, Helga, Achim, Klaus, Udo und Burkhard

Marathon von der Buchenau aus

Der Bilstein-Marathon sollte ursprünglich für einige TGW-Läufer auch ein Auftakt für die Langstrecken-Saison 2020 sein. Entsprechend früh setzten die Trainingsvorbereitungen in den Wintermonaten ein. Umso enttäuschender war natürlich mit der verständlichen Absage die Perspektive, dass all die Anstrengungen nun ins Leere laufen sollten. Angespornt von der Idee eines TGW-Bilstein-Corona-Ersatzlaufes, beschloss ich daher, mich dennoch auf eigene Faust an die Langdistanz zu wagen, und als mit Frank noch ein weiterer Marathoni hinzukam, gab es kein Zurück mehr.

Der Startschuss fiel pünktlich um 08:15 Uhr an der Buchenau und da der Startblock nur aus zwei Personen bestand, kamen wir gleich gut vom Fleck. Der Weg führte uns zunächst flach Richtung Nordshausen, um dann einen längeren Anstieg Richtung Bismarck-Turm zu nehmen. In der Nähe wurden wir bei Km 14 in bester Bilstein-Tradition mit Blasmusik aus der Konserve und den obligatorischen Schokoküssen empfangen. Es gab ein kurzes Treffen auf Distanz mit weiteren Laufaktiven aus der TGW. Bis Km 21 ging es auf schönen Waldwegen und bei teilweisem Regen sanft bergauf. Belohnt wurden wir mit herrlicher Aussicht auf den Habichtswald und eine schöne Abwärtspassage durch die Kastanienallee in Richtung Gaststätte Silbersee. 

Den restlichen Streckenverlauf hieß es eigentlich nur noch „rollen lassen“ und so kamen wir schließlich wohlbehalten am Buchenaustadion an, wo der spektakuläre Zieleinlauf Corona-bedingt leider einsam unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden musste. 

Insgesamt ein etwas anderer, aber auch schön-entspannter Partnermarathon mit Frank. (Der nach ca. 26 km locker ins Ziel trabte, während Torsten noch unter 4 h im Ziel ankam; Anm. Frank)

Bis demnächst, euer Torsten

Die Fotos

Hier noch die Fotos verschiedener Fotografinnen und Fotografen. Start war beim eigenen Zuhause oder dem anderer Leute, vor der geschlossenen Buchenau oder bei den Lieblingsmülltonnen. Unterwegs gab’s schöne Landschaften von der Dönche bis zum Wald zu sehen, auch einen Salamander. Am vereinbarten Kreuzungspunkt kamen alle mal vorbei, manche begleitet von einem Kunstradfahrer, alle versorgt an der Servicestelle. Am Anfang und am Ende: Schuhe putzen nicht vergessen.