Abschlussfahrt des Lauf- und Walkertreffs 2016 nach Bamberg

Laufen. Walking. In Kassel.

Abschlussfahrt des Lauf- und Walkertreffs 2016 nach Bamberg

23 November 2016 Berichte 0

Um es gleich am Anfang kurz aufzuzählen:

  1. Die Busfahrt: Der Bus war unglaublich überfüllt, einige Läufer standen im Gang. Die Verpflegung unterwegs entsprach keineswegs den vertrauten Standards. Außerdem war es so bitter kalt…Und dann fuhr der Busfahrer orientierungslos in Bad Staffelstein herum, sodass wir einen langen Weg vom Parkplatz zum Ort der Anmeldung in Kauf nehmen mussten.

  2. Der Lauf: Zunächst stellte sich die Frage, ob wir überhaupt als Läufer starten dürften, hatte Ulla doch vor allem Walker angemeldet. Nach langen Diskussionen und weil die TG Wehlheiden trotzdem 12 Teilnehmer ins Rennen des 30. Staffelberglaufs schickte und damit zweitstärkste Mannschaft war, ließ man Gnade vor Recht ergehen. Die Strecke selbst war knackig, aber so kurz, dass sie sich nach der Rückkehr vom Berg auch bereits aus dem Gedächtnis gestohlen hatte. Nur Lothar konnte sich am Abend noch erinnern, aber er war die Strecke von 3960 Meter mit 260 Höhenmetern auch als einziger von uns gewalkt. Die Siegerehrung brachte dann durchaus einige Erfolge, doch zu welchem Preis! Ulla verspürte zum Beispiel „Schmerzen im unteren hinteren Bereich“. Podiumsplätze erreichten Ulla (00:33:41), Christian (00:20:11), Birgit (00:28:49) und Angela (00:23:54). Alle anderen Läufer platzierten sich nur ganz knapp hinter den Gold/Silber/Bronze- Rängen und dürfen auf ihre Leistung besonders stolz sein. Die Ergebnislisten und wunderbare Zielvideos sind unter www.sas-online.net einzusehen.

  3. Die Jugendherberge: Dort angekommen erschraken wir ob der niedrigen Zimmer, der durchgelegenen Betten sowie des verordneten Alkoholverbots. Die Nacht gestaltete sich aber dennoch aufregend, da die Einheimischen illegale Autorennen veranstalteten und die Nähe der Autobahn ebenfalls einen berührenden Geräuschpegel mit sich brachte. Am nächsten Morgen schauten wir beim Frühstück zudem sparsam über die Tische und nippten am dünnen Kaffee bzw. Tee.

  4. Bamberg: Wie jeder weiß, handelt es sich bei dieser Siedlung um eine neutrale, man könnte fast sagen, blasse Trabantenstadt. Die Stadtführung beanspruchte demzufolge auch kaum Zeit. Die anschaulichen Aussagen rund um Esskultur und Bier ließen uns auf eine deftige und reichliche Mittagsspeise hoffen. Naja, es gab Bier und Fleisch, aber wie immer auf dieser Reise zu wenig.

  5. Rückfahrt: Anbetracht der ganzen Erlebnisse sammelten wir unsere Eindrücke von den vergangenen Tagen, erstellten diese Liste und wenn doch mal ein oder zwei positive Worte über die Reise geäußert wurden, ermahnte Armin zur Ehrlichkeit mit den Worten: „Ich finde das total scheiße, dass die Leute versuchen das schön zu reden.“ Die so Angesprochenen versuchten ab dem Zeitpunkt wieder objektiver zu sein.

So hätte es sein können, so war es aber nicht!

Im Gegenteil: Der Staffelberglauf war gut organisiert, wir von der TGW wurden vom Organisator offiziell begrüßt und inoffiziell bekamen wir Geschenke (Event-Weißbiergläser und Tassen) vom ausrichtenden Verein.

Wolfgang fuhr den Bus auf Hin- und Rückweg absolut souverän, sodass wir sowohl die engen Gässchen und großen Autobahnen als auch den verschneiten Thüringer Wald, hinter dessen Wipfeln der Blutmond aufgegangen war, sicher passierten. (Achtung: Romantik-Alarm!)

Herausragende Leistungen zeigten das Energiebündel Ulla, der Ruhepol Lothar und der Lauffinder Norbert bei der Organisation der Fahrt. Ulla schaffte es zudem als einzige im Staffelberglauf den ersten Platz ihrer Altersklasse zu belegen. Glückwunsch!

Die Stimmung war während der Fahrten gemütlich, auf dem Staffelberg euphorisch (die Weitsicht und die Ankunft an der romantischen Adelgundis- Kapelle), bei der Siegerehrung freudig (Stolle, Brot, Wurst und Tasse als Gewinne) und am Abend in der Jugendherberge mit zwei Kästen Bier sogar ausgelassen. Es wurde mit stimmungsvollen Titeln Leonard Cohen, Dolly Parton und anderer gedacht.

Wir hatten schönes Wetter und besahen uns die Weltkultur-Erbe-Stadt bei strahlendem Sonnenschein. Insgesamt fügten sich also die sozial- psychologischen Komponenten zauberhaft mit den äußeren Umständen zusammen. Allein der morgendliche Blick aus dem Fenster des Herbergszimmers auf den Bamberger Dom bei aufgehender Sonne ließ die Mädchenherzen höher schlagen.

Bis auf das Rauchbier (Horst kann den Geschmack herrlich lebhaft umreißen.): gerne wieder und gern mit allen, die diesmal nicht mitfahren konnten!

Die folgenden Bilder sind ein Sammelsurium vom Busfahren, Laufen, Bamberg und vom Zusammensein: