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  • Keine Termine.

Ilsetal Osterlauf 2018

Mit dem Osterfest beginnt der Frühling, da steht der Wald voller Buschwindröschen, da gucken unter Bäumen Schneeglöckchen hervor, da zwitschern allerlei Piepmätze und überhaupt tummelt sich sämtliches Getier durchs Ober- und Unterholz. Ach, Ostern! Endlich soll im Sonnenschein die Sommerlaufsaison beginnen, ohne Jacke, Mütze, Handschuhe kann wieder ganz spontan gelaufen werden.

Deprimierend ist es, wenn der Osterlauf dann aber doch im Schneeregen stattfindet und der Läufer auf den baldigen Start hofft, um endlich warm zu werden. So geschah es in Ilsenburg, am 31.3., Ostersamstag.

Vorort wurde selbstverständlich nicht gejammert, denn der Lauf war gut besucht und er gilt wohl im Harz auch als gesetzter Termin, sodass man trotz des widrigen Wetters, des nassen Untergrundes und des ungewissen Ausgangs läuft. Für Ilsenburg spricht auf jeden Fall die Schönheit der Strecke, obwohl in diesem Jahr nicht ein Buschwindröschen zu sichten war. Die Laufführung zeichnet sich durch 4km im hügeligen Terrain auf weichen bis äußerst durchweichten Boden aus und trennt dann die 9km- Strecke von der 17er. Der kürzere Laufweg führt als Wendepunktrunde zurück, der Hauptlauf dagegen erweitert sich, gibt die Sicht frei in Richtung Berg und lässt den Läufer auf festem Untergrund federn. Zumindest bis der Übergang von der allmählichen Steigung zum handfesten Anstieg wechselt. Ab da federt es sich schwerer und nicht wenige Läufer und Läuferinnen gehen, anstatt vom Boden abzuheben. Wettertechnisch ist es sowieso schon einerlei. Es ist egal, ob es regnet auf Schnee- und Eisboden oder ob es auf diesem Untergrund schneit, die Anstrengung obendrauf bleibt fast dieselbe. Ohnehin hat sich das Feld schnell auseinandergezogen und man läuft sehr entspannt vom eigenen Rhythmus bestimmt. Erst an der „Plessenburg“ treffen die Läufer wieder aufeinander, trinken eiskaltes Wasser oder bereits schon Bier und haben Zeit für ein Verweilpläuschchen. Kurz nach der „Plessenburg“ ist der Berg besiegt und flugs geht es hinunter ins Tal. Mit Karacho fliegt man über Granit und Eis auf schmalen Waldpfaden und landet von der Geschwindigkeit berauscht an den oberen Ilsefällen. Ab dort erkennt der Brockenläufer seine Strecke. Hier weiß er, er muss noch durchs Ilsetal, durch den Ort und durchs Ziel. Ca. 5km sind also nur noch zu laufen und weil es stetig bergab geht, fällt dies leicht, macht Spaß und der Schneeregen verdunstet auf dem kochenden Körper. Das Vorteilhafte am Ilsetal- Osterlauf ist, dass man anders als beim Brockenlauf, wo meist die Kräfte erlahmen, wirklich an der Ilse entlangbrettern kann und dass jeder Läufer ganz fulminant empfangen wird.

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