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Heidelberg Trail Marathon

Das Wörtchen „Trail” macht den Unterschied

Der Heidelberger Trail Marathon feierte am 27. Okt. 2013 Premiere und stand unter dem Motto „HERRLICH. HÖHER. HÄRTER.“ Peter Grunwald und Norbert Holzhausen machten sich auf den Weg, um diesen Härtetest zu bestehen. Nach der Ankunft in der JHB am Samstag holten wir unsere Startunterlagen und genossen einen herrlichen Nachmittag in der Heidelberger Altstadt. Sonntagmorgen, beim Frühstück, begann dann die Aufregung. Werden wir das schaffen?

Am Start war alles gut organisiert. Da der Marathon auch in 2er und 5er Teams gelaufen werden konnte, haben sich über 2000 Läufer am Start eingefunden, den Königsstuhl zu erklimmen. Insgesamt müssen 1.500 Höhenmeter überwunden werden. Das darf man nicht übersehen. Die Idylle des schönen Städtchens und ein fröhliches Publikum ließen uns den Strapazen gelassen entgegensehen. Der angedrohte Regen bei 17°C blieb zwar aus, aber trotzdem sollte es ein harter Tag für alle Marathonis werden.

Um 9:00 Uhr fiel der Startschuss. Nach 3 km durch die Altstadt ging es auf der Alten Brücke über den Neckar zum Philosophenweg mit einem herrlichen Ausblick über Heidelberg mit seinem Schloss, immer weiter bergauf. Nun begann der Anstieg zum Heiligenberg, an dessen Ende 178 Stufen der Thingstätte auf die Läufer warteten.

Nach 6 km lagen die ersten größeren Strapazen nun hinter uns. Die nächsten 4 km ging es bergab mit immer wieder tollen Ausblicken. Durch das Mühlental kamen wir zum nächsten steilen Anstieg, dem Weißen Stein, mit 550 m dem zweithöchstem Punkt der Strecke.

Nach 16 km war nun Erholung angesagt. Durch Wälder ging es hinab nach Schlierbach und dem langsamen aber stetigen Einstieg zum nächsten langen und harten Aufstieg. Bis hier her ging es unter den meisten Läufern noch recht lustig zu. Nun wurde von uns alles abverlangt. Kaum vorstellbar, nach 32 km in den Beinen hangelten sich nun wortkarge Menschen im Gehschritt über 600 Natursteinstufen, Felskanten und Geröllsteine die Himmelsleiter hinauf zum Königstuhl, mit 567 m dem Höchsten Punkt. Wer noch die Kraft hatte sich genauer umzusehen, könnte ein Buch schreiben, über die Szenarien die sich hier abspielten.

Jeder Berg hat ein Ende auch der Königstuhl. Aus der SAP Arena hatte man Schnee angekarrt, um den „Erschöpften“ doch noch ein Lächeln abzuringen, was nicht mehr jedem gelang. Ab km 35 ging es dann nur noch bergab Richtung Ziel. Hier erhielt das Wort Trail noch eine ganz andere Bedeutung. Über Geröll und Wurzeln ging es steil abwärts. Da die Beine schon wackelig waren, ging bei den Meisten Vernunft vor Schnelligkeit. Nach einem Abstecher durch den Schlosspark war das harte Kopfsteinpflaster des letzten Kilometers für die Beine beinahe schon eine Wohltat. Im Ziel angekommen, mussten viele ernüchternd feststellen, dass Wunschzeiten und Realität doch weiter auseinander liegen.

Im Ziel haben uns auch unsere Frauen, Ulla und Lothar jubelnd empfangen. Mit unseren Zeiten von Norbert: 4:49:07 Std. und Peter 5:37:33 Std. waren wir beide nach dieser anspruchsvollen Strecke mehr als zufrieden.

Nach den üblichen Erfrischungen haben wir noch gemütlich, nun bei Regen, gemeinsam einen Kaffee getrunken. So nahm ein schönes erfolgreiches Wochenende sein Ende.

Peter und Norbert

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